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Eindrücke

SimAL.Scheduler in der Lebensmittelbranche

Unser Kunde

Seit 1934 ist die SATRO GmbH als verlässlicher Partner der Lebensmittelindustrie und des Handels tätig. In den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts gab es keine Möglichkeit zum Auffangen und effizienten Verwerten von Überschussproduktionen von Milch. Erst die neue Trocknungstechnologie, die von dem bekannten deutschen Ingenieur Sasse entwickelt wurde, ermöglichte es, Milchüberschüsse zu trocknen, somit langfristig einzulagern und später weiterzuverarbeiten. Der Firmenname ist eng mit der Technik des ersten Tages verbunden: aus SAsse und TROcknung wurde SATRO.

Seit Anfang 2009 ist SATRO  in die Division Industrial Products der international agierenden Friesland Campina Group integriert.

 

Das Planungsproblem

Die Planung der Produktion erfolgt über die folgenden Prozessstufen:

  • Mikrokomponentenverwiegung
  • Trocknungstürme
  • Lebensmittelmischanlagen
  • Verpackungsanlagen

Die Abhängigkeiten müssen ständig über eine Rezepturauflösung ermittelt und aktualisiert werden. Nur so ist gewährleistet, dass die Bedarfe der jeweiligen Prozessstufe erfüllt werden können. Mitunter sind mehrfache Prozessschritte über die Mischanlagen notwendig, ein Mischauftrag kann in unterschiedliche Verpackungsaufträge einfließen.

Es entstehen sehr dynamische Abhängigkeitsstrukturen sowohl hinsichtlich des Mengengefüges als auch der Ressourcenbelegung und der Terminvorgaben, die online gebildet werden müssen.

 

Die Aggregate stehen nicht in einem linearen Produktionsverhältnis zueinander. Außerdem werden Vorprodukte auf unterschiedlichen Prozessebenen eingeschleust. Ca. 750 Fertigartikel müssen aus über 3.000 Einzelprodukten (Rohstoffe und Halbfertigartikel) erzeugt werden.

Ändert sich kurzfristig der Bedarf eines Kunden, löst dies eine Kette von notwendigen Reaktionen aus, die weit über Änderungen von Bedarfsmengen in Vorstufen hinausgehen, die durch das Dispositionssystem leicht ermittelt werden können. Vielmehr ist sicherzustellen, dass der erhöhte Kapazitätsbedarf nicht zu Verwirbelungen in der Produktion führt, die das Dispositionssystem nicht berücksichtigt. Nur durch eine Sicht auf die konkrete Anlagenplanung ist sichergestellt, ob eine Umsetzung der neuen Soll-Situation möglich ist.

 

Unsere Lösung

SimAL stellt das zentrale Planungswerkzeug dar, mit dem alle weiteren Systeme im Unternehmen gekoppelt sind.

Aus dem Dispositionssystem werden freigegebene Planaufträge übernommen. SimAL ermittelt über Bestände, Rezepturen, Kundenaufträge sowie den Prognosen volldynamisch Abhängigkeiten der Prozesse einschließlich der anteiligen Zuordnung der Prozessmengen zu Kundenaufträgen und Prognosen – sogar auf Vorstufen.

Die in SimAL durchgeführte optimierte Reihenfolgeplanung auf den möglichen Anlagen berücksichtigt neben terminlichen Restriktionen alle durch den jeweiligen Prozess bedingten Zielvorgaben. Die Rüstminimierung stellt hierbei eine starke Zielvorgabe dar. Aufgrund der Vorgaben bezüglich Allergenen sind in der Lebensmittelindustrie auf einzelnen Anlagen feste Produktreihenfolgen vorzuziehen, die nur durch zeitaufwendige komplette Reinigungen der Maschine umgangen werden können. SimAL berücksichtigt diese Restriktionen zur Optimierung und entlastet den Planer.

Terminierungen in SimAL werden direkt an das Dispositionssystem zurückgemeldet und fließen in alle Dispositionsläufe ein.

Die Umwandlung eines Planauftrages in einen Prozessauftrag wird in SimAL durchgeführt und an SAP gemeldet. Hierdurch wird in SAP der Prozessauftrag erzeugt und zusätzliche Chargeninformationen werden an SimAL übergeben. Ab diesem Zeitpunkt kommunizieren SAP und SimAL sämtliche Planungsänderungen (Termine, Mengen, Stornierungen) zu erzeugten Prozessaufträgen.

Wird ein Prozessauftrag in SimAL zur Produktion freigegeben, beginnt die Kommunikation zwischen SimAL und der SIMATIC IT Production Suite. Auch hier werden sämtliche Planungsänderungen über Standardschnittstellen ausgetauscht. SimAL erhält aus der Production Suite Fortschrittsmeldungen der Aufträge, die in der graphischen Plantafel direkt visualisiert werden.

 

Fazit

Durch die direkte Kopplung aller Systeme durch SimAL kann auf Änderungen in Mengen und Terminen kurzfristig reagiert werden. Eilaufträge sind bezüglich ihrer Machbarkeit überprüfbar und können in die Planung direkt übernommen werden. Die durchgängige Transparenz verhindert Fehler in der Planung und sichert so die bedarfsgerechte Versorgung des Kunden.

Andreas Schnitzler, Abteilungsleiter für den Bereich Planung bei SATRO, bringt es auf den Punkt: „SimAL ist das zentrale Werkzeug unserer Planung.“

 

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